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kontakt: ein kopf - mehrere seiten:
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"ich ist eine fadenverknüpfung die anfänge aus dem zirbel. gesammelt oder dieses hier fragen: trägt jeder so etwas in sich, so einen schmerzknoten oder was seit alters her, den man fast greifen kann, aber nur fast, keine worte gibt es dafür nur näherungswert näherungsworte und sätze und wenn man ihm näher kommt ganz nah und immer näher muß man reflexartig schluchzen und weinen und namenlos ist es und in einem und was ist das und trägt das ein jeder? und heute morgen die klofliesen betrachtet am boden und tausend dinge gesehen, wie da Vinci es seinen schülern anriet auf wände und mauern und flächen zu schauen und zu sehen, was man da sieht und zeichnen zu lernen und so heute morgen und was sah ich hauptsächlich köpfe und zwei beieinander, die: in einer wolkengloriole im profil strahlend Karl Marx und schräg darunter sah mich halb verborgen hinter seinem leinenumhang und zudem in einer felsspalte eingeklemmt an dieser Jesus von Nazareth und ich dachte und lachte laut auf: was sagte mein analytiker dazu, wenn ich ihn hätte! (der zirbel, 18.05.01) ~~~
(der zirbel, 08.08.01) ~~~ ein spiegel. ichknotenimnetz und der bildschirm in den
raum. was ich tat was ich tue. und andere. so. und einige. so. und ich.
vice versa. schreiben und lesen und sprechen und hören. senden und
empfangen. und ein spiegel und ein blick hinein und ... ~~~ wie gut es tut, wenn der nebel sich lichtet. (der zirbel, 18.10.01) ~~~ zu spüren, dass man das leben anfassen kann und be-greifen. wenn es sich in einem punkt verdichtet. ich ist eine fadenverknüpfung und konkret. und andere ichs sind im raum und fäden weben sich zwischen den gestalten. und das ist. leben. (der zirbel, 21.10.01) ~~~ & mein weblog ist eine episode & eine zweite
haut zugleich, ein rotes kleid & ein schwarzes, überlebensmaschine
& kampfplatz, eine wörter-pickmaschine & eine satz-sucht,
ein selbstgespräch & ein ausatmen im wald, schreien & singen,
innen & außen, ein zweiter körper & mein wahres gesicht,
ein weißes blatt & der text zwischen den zeilen, ein handschlag
& eine umarmung, begegnen & verlassen, digital & real. (der zirbel, 30.10.01) ~~~ wenn man vor sich selber steht an einem regnerischen
tag, umgeworfen vor erstaunen, eine nacht, ein traum, eine begegnung mit
einer figur, einer rolle und noch einer, einer vorstellung - mit sich
selbst? so unverhofft einen schritt weitergekommen auf diesem weg voller
fragen das eigene selbst ich leben und dieses in worte verwandeln an einem
anderen ort und was wird es dann. so viele gestalten in mir und vielleicht
sind es die wortverknüfungen sätze geschichten, die mich zusammenhalten.
körper seele geist geschichten. ich ich ich & ich. ja natürlich
wer sonst, ich. eine fadenverknüpfung, ein knoten im netz. und der
knoten einen tiefen blick in sein inneres freigibt, die vielen fäden,
aus denen er sich zusammensetzt, wo haben sie ihren anfang und wo sie
hingehen hinaus und alles ist verknüpft & in mir zusammen. die haut so dünn bin ich durchsichtig wie glas durch die worte die sätze geschichten die ich preisgebe selbst nur mir selbst erst mir selbst und sie freilasse aber zugleich und hinaus weben sie sich in den raum und ein fremder webt seine worte hinaus in den raum und die fäden sie treffen sich auf einer bahn einem weg und begegnen berühren sich mischen die worte und setzen sie anders zusammen und kräftiger werden sie bunter und strömen zurück zu mir... unter dem wasser der körper die bloße haut ich fließt das wasser so warm hüllt mich ein und ich schlage die hände vor das gesicht dass es dunkel ist senke den kopf ich alleine im fliessenden wasser der blick wie von selbst in den knoten hinein und doch offen hinaus immer neue fadengedanken erreichen mich bilden sich fliessen den körper hinauf wie das wasser hinab... aber immer die wörter... ich will die wörter und wissen (der zirbel, 04.12.01)
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eigene worte: |
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© 2001-2007 Ulrike Stehling |
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